[EXKLUSIV] Ungerechtigkeits-Skandal bei BWL-Klausur
Prüfung muss wiederholt werden
Donnerstag, 28.07.2011 14:52ROSTOCK. Große Aufregung um abgeblasene Prüfung: Weil sich Studenten über ungerechte Klausurbedingungen beschwert haben, musste eine Arbeit für angehende Wirtschaftswissenschaftler jetzt wiederholt werden. Nach starken Protesten lenkte das Prüfungsamt ein.
Sommerzeit ist Prüfungszeit – viele Studenten genießen es zwar, zur warmen Zeit des Jahres am Strand zu liegen, doch müssen nicht selten auch Bücher und Skripte mit an die kühle See genommen werden. So wolkenlos der Himmel über der Hansestadt zu dieser Jahreszeit eigentlich sein sollte, so dunkler sind die Wolken dann oftmals bei den Prüfungen selbst.
Bei einer Prüfung am 20. Juli 2011 am Institut für Betriebswirtschaftslehre mussten Studenten, die zur Abschlussklausur »Unternehmensrechnung« angetreten sind, aus Kapazitätsgründen in zwei Gruppen eingeteilt werden. Während die eine im Hörsaal III der Parkstraße schrieben, durfte die andere Gruppe im Audimax bleiben. Dann der dramatische Verfahrensfehler: Für den einen Teil der Prüflinge in der Ulmenstraße gab es eine Einlesezeit von 15 Minuten – für den anderen nicht.
Die große Ungerechtigkeit flog auf, als sich Studenten nach der dreistündigen Quäl-Klausur austauschten. Nachdem das zuständige Prüfungsamt von mehreren Studenten über dieses Prüfungsverfahren informiert wurde, entschloss man sich zu einer drastischen Maßnahme: »Die Mängel wurden durch den Prüfungsausschuss geprüft, anerkannt und somit wird diese Modulprüfung annulliert. Somit müssen alle Kandidaten die Klausur wiederholen«, heißt es in einem Schreiben an betroffene Studenten, das dem ROSTOCKER JOURNAL vorliegt.
Erneut hat die Universität Rostock damit gezeigt, dass sie nicht in der Lage ist, einheitliche Regelungen für alle Studenten zu schaffen. Bereits vor Monaten sorgte das Prüfungsverfahren im Bereich der Humanmedizin für Negativ-Schlagzeilen. Schwammig formulierte Testatordnungen, die nicht vom Senat der Universität überprüft wurden und somit keine rechtliche Grundlage bilden, sind immer wieder Anlass für willkürliche Verfahrensweisen.
Für die Prüflinge am Lehrstuhl der Allgemeinen Betriebswirtschaftslehre heißt es nun: Erneut die Nase in die Bücher stecken und den Stoff aufbereiten. Erst am 12. Oktober haben sie Gelegenheit, die Prüfung zu wiederholen – natürlich erneut in zwei Gruppen aufgeteilt.
Toni Krauskopf und Matthias Bannert


28.07.2011 um 18:24 von Christine
Total übertrieben
Als einen Skandal kann man das ja nun nicht bezeichnen. Es gab lediglich Fehler in den Absprachen zwischen den Aufsichtspersonen. Sowas kann passieren... Das hat aber nichts mit falschen "einheitlichen Regeln" der Uni Rostock zu tun.
Die Sache wurde noch in der gleichen Woche richtig gestellt, alle Studenten habe bereits diesbezüglich Post bekommen. Und die meisten freuen sich einfach, dass sie jetzt mehr Vorbereitungszeit bekommen. Ende.
28.07.2011 um 18:44 von MM
Nicht ganz unwahr
Hmm stimmt schon, dass es ein bissel viel gepusht ist.
Aber andererseits kann ich als Student wirklich sagen, dass die Prüfungen teilweise erschreckend locker von den Professoren vorbereitet werden.
Das beeinhaltet nicht eingewiesene Aufsichten, die keine Auskunft bei Fragen geben können, über Beisitzer die sich nicht mit der Thematik auskennen und und und.
Da wäre das QM mal wirklich gefragt :/
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